Narciso Rodriguez - Sanfte Hände kleiden starke Frauen
Das schwarze Kleid mit roten Sprenkeln und ein zu Tränen gerührter Designer gingen um die Welt und machten Narciso Rodriguez, den Modeschöpfer kubanischer Herkunft, über Nacht berühmt. Amerikas First Lady Michelle Obama, die es trug, symbolisiert für Rodriguez den amerikanischen Traum von der starken Frau. Doch auch viele starke Frauen Hollywoods gehören zu seinen Verehrerinnen. Darunter Salma Hayek, Angelina Jolie, Hillary Swank oder Sarah Jessica Parker. Rodriguez verfolgt einen klassischen Stil mit klaren, grafischen Linien. Seine Kleider sind so zeitlos, dass sie auch nach zehn Jahren noch Liebreiz ausstrahlen. In seiner Mode sollen sich Frauen frei, leicht und ruhig fühlen. Gleichzeitig charakterisieren seine Modelle unbeschreibliche Weiblichkeit und Sinnlichkeit. Das Motto "Feel sexy - be classy" schwebt über seinen Schnitten und drückt zurückhaltende Erotik aus.
In Interviews gibt sich der Meister mit den auffallend zarten Händen immer bescheiden, zurückhaltend, ja still. Die Eltern, ein Hafenarbeiter aus Havanna und eine Näherin, wollten ihrem Sohn eine große Karriere als Arzt oder Rechtsanwalt ermöglichen. Sie wanderten vor seiner Geburt aus Kuba aus und erschraken über den Berufswunsch des Sohnes, Designer zu werden.
Vor seinem Karriere-Durchbruch arbeitete er bereits mit Größen wie Calvin Klein oder Donna Karan zusammen. 1997 entstand dann das eigene Label Narciso Rodriguez. 2002 und 2003 wurde er zum „Besten Designer des Jahres für Damenmode“ gekürt.
Auch seine Düfte feiern Erfolge. Für „for her Eau de Parfum“ erhielt Narciso Rodriguez 2007 den Deutschen Parfumpreis. Im gleichen Jahr wurde sein erster Herrenduft „for him“ lanciert.
